Geschichte eines Hilfswerks

 

1986-1989

Engagierte Christen packen Lebensmittelpakete und verteilen diese an arme, kinderreiche Familien. Der Einsatz geschieht im Untergrund unter großen Risiken, behindert durch die kommunistische Regierung des Diktators Ceaucescu.
Pastor Ezechiel (Mitgründer des Samariteanul) riskierte viel durch seine Zusammenarbeit mit uns Deutschen. Sein Wunsch, den Armen zu helfen war größer als die Furcht vor Repressalien der Geheimpolizei.
Der Hunger ist groß. Mit Devisen und persönlichen Kontakten konnten wir größere Mengen Mehl kaufen. Die Verteilung gestaltete sich schwierig, da die Auffahrtsstrassen der Städte von der Polizei kontrolliert wurden und der Transport von Lebensmitteln von einer Stadt zur anderen verboten war.
6 Wochen vor der Revolution war ganz Rumänien im Aufruhr. Zweimal wurden Werner Kast und Günter Gabriel von der Geheimpolizei verfolgt. Die am Zoll ausgelösten Pakete konnten nur Nachts verteilt werden. Tagsüber gönnte man sich kleine Ruhepausen.

Die Sitzgelegenheit dieses 10 Personen Haushaltes bestand aus einem einzigen Stuhl, der gleichzeitig als Tisch diente. Durch die Aktion "Weihnachtsbraten" wurden diese mit 63 weiteren Familien mit Fleisch und Lebensmitteln versorgt. Dazu gehörten 139 Kinder aus 18 Familien denen der Vater fehlte.

Dezember 1989 - Revolution in Rumänien

Durch den Fall des "Eisernen Vorhangs" erhält unser Dienst neue Dimensionen.

1990

Ein großer Augenblick:Bibeln und christliche Literatur darf öffentlich verteilt werden.

Regelmäßige Versorgung der Menschen in Tighilesti, dem einzigsten Aussätzigenlager in Europa.
Oft wurde bei den Einsätzen in den Fahrzeugen übernachtet, wie in dieser Ortschaft, wo wir morgens von Kindern und Schafen umringt aufwachten.

1991

Gründung der rumänischen Partnermission Samariteanul

Eröffnung eines Secondhandshops und des 1. christlichen Kindergartens Rumäniens in Cluj.

 

 

Erste von 5 Konzert-und Evangelisationstourneen mit Familie Gastmann und Aktion 25.000 Kinderbibeln für Rumänien.

1993

Erste einwöchige Schulung für unsere Erzieherinnen.

1994

Ein Herz für Kinder: Eröffnung von 18 neuen Kindergartengruppen durch die Unterstützung von W.K.

 

1997

Aus der Paketaktion für Kindergartenkinder entwickelt sich die Aktion "Weihnachtsfreude im Schuhkarton".

1998

Großes Engagement der Familie Feger beim Verteilen der Hilfsgüter und den Schulungen.

Eine in Deutschland gespendete Industriehalle wird vom Samariteanul als Lagerhalle mit zwei integrierten Kühlkammern, Autowerkstatt und Büroräumen in Cluj wieder aufgebaut.

2000

Gründung des Hilfswerk "Hoffnung für eine neue Generation e.V." am 15.4.00 in Obrigheim/Pfalz und Übernahme der Rumänienarbeit einschließlich des gesamten Kindergartenprojekts vom SamariterDienst.

 

Die Gründungsmitglieder, die alle schon seit vielen Jahren Hilfe für die Menschen in Rumänien leisten, sind engagierte Christen aus Mittel-und Süddeutschland. Verbunden in dem gemeinsamen Herrn Jesus Christus sehen sie ihre Aufgabe darin, den Menschen in Rumänien zu helfen. Sie möchten mit Ihrer und Gottes Hilfe Gutes tun an denen, die der Hilfe dringend bedürfen.

 

Höhepunkte:
-Eine Spende von 11.300 DM am fünften Tag nach Gründung des neuen Hilfswerks.
-Ein Lager in Rudersberg wird angeboten. Ein christlicher Geschäftsmann zahlt 1000 DM pro Monat für die Miete. Trotz der vielen Hilfslieferungen ist das Lager nie leer.
-Das Hilfswerk schickt im ersten Jahr über 500 t Hilfsgüter nach Rumänien.
-Der rumänische Staat gewährt allen Angestellten im Bildungswesen 100% Gehaltserhöhung. Die Gehaltsangleichung der Erzieherinnen vom Samariteanul auf Staatsniveau war für das Hilfswerk ein großer Glaubensakt. Es ist ein Wunder, wie Gott geholfen hat, diese zusätzlichen 9000 DM pro Monat aufzubringen.

-Herausgabe des ersten Magazins.

 

2001

-Abbau eines Wohnheimes in Stuttgart zugunsten unserer Rumänienarbeit.
-Eröffnung zweier neuer Kindergärten. Damit steigt die Anzahl auf 24 christliche Kindergärten in Rumänien.

 

2002

-Neuausrichtung des Hilfswerks. Die Schwerpunkte liegen neben dem Kindergartenprojekt verstärkt im humanitären Bereich und im geistlichen Dienst.